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Archaeologie und Natur - Trujillo , Chaparrí und Chiclayo4 Tage/3 Nächte
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| Diese Tour verbindet einige der spekatakulärsten Höhepunkte von Perus Küstenarchaeologie mit einer Kostprobe von einem der seltensten Lebensräume des Planeten: dem Tumbesinischen Tropischen Trockenwald an der Nordküste Perus.
Wir besuchen die prächtigsten Städte und Tempel der Mochica und der Chimú Kultur und bekommen im modernen Trujillo einen Eindruck von den Resten der verschwenderischen spanischen Kolonialzeit.
Der mittlere Teil unserer Reise führt uns in eine Lodge im Naturschurzgebiet "Chaparrï" im faszinierenden Trockenwald der Pazifik Küste; in Chaparri befinden sich auch die Projekte zur Rettung des gefährdeten Brillenbären und des vom Aussterben bedrohten Weisschwingenguan.
Am Ende kommen wir nach Chiclayo, dem Ausgangspunkt für unsere Erkundungsreisen zu den Pyramiden von Túcume und Sipán und für die Besichtigung der spektakulären Sammlung der Mochica Schätze im "Museum der Königsgräber von Sipán".
Unsere Tour endet mit dem Rückflug nach Lima.
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Reisebeschreibung
Tag 1: Von Lima nach Trujillo - Sonnen- und Mondtempel - pintoresker Badeort Huanchaco - Lehmziegelstadt Chanchan.
Wir kommen früh am Morgen in TRUJILLO an and belegen unsere Zimmer im Hotel El Libertador im Stadtzentrum. Unser erstes Ziel sind Sonnen- und Mondtempel, grosse Lehmziegelpyramiden, erbaut von den Mochica, die im ersten Jahrtausend n.Chr. an der Nordküste herrschten. Der Mondtempel ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, was geduldige, langfristige archaeologische Arbeit erreichen kann. An dieser Stelle, die seit langem bekannt war und über die Jahrhunderte hinweg immer wieder geplündert wurde, haben Ausgrabungen Schicht um Schicht die alten Bauten freigelegt, Wand um Wand die farbenprächtigen Friese entdeckt, die anscheinend von den Mochica absichtlich mit Sand bedeckt wurden und die das Tageslicht anderthalb Jahrtausende lang nicht gesehen hatten. Seite an Seite sieht man Gottheiten mit blutrünstig aufgerissenen Rachen, exotische Götter in Form von Spinnen, Schlangen, Raubkatzen, Kraken und anderes Seegetier neben Reihen von Tänzern, Kriegern, nackten Gefangenen und Szenen ritueller Kämpfe. Eine Wand ist mit solch einer Menge von geheimnsivollen Symbolen bedeckt, dass man sie einfach "das komplizierte Thema" nennt, darauf hoffend, dass vielleicht in Zukunft ein Archaeologe eine einleuchtende Erklärung finden kann. Ein Lokalmuseum, in dem das am Ort ausgegrabene Material ausgestellt werden soll, ist in Bau und wird nach seiner Eröffnung selbstverständlich ein Teil dieser Besichtigungstour werden.
Wir setzen die Fahrt fort in Richtung Pazifikküste, um die Riesenanlage der Königspaläste von CHANCHAN zu besichtigen. Diese wurden von den Chimú erbaut bis hinein ins 15.Jarhundert, womit wir schon in der Inkazeit angelangt sind.

Diese Lehmziegelstadt, die grösste ihrer Art, die je gebaut wurde, war eine Stadt der Elite; die Reihe der neun riesigen Paläste wird aufeinander folgenden Herrschern des Chimú Fürstentums zugeschrieben. Die neun getrennten Palastgebäude sind weitläufige Lehmziegelbauten, in ihrer besten Zeit sicherlich farbenprächtig und luxuriös und auch heute als Ruinen noch höchst eindrucksvoll.
In ihrer Glanzzeit mögen wohl 50 000 Menschen in dieser Stadt gewohnt haben. Viele waren Künstler und Handwerker, die kostbare Goldarbeiten, Textilien und Keramiken herstellten, für welche die Chimú berühmt sind.
Wir betreten die Tschudi Palastanlage und kommen in ein Labyrinth von Innenhöfen mit Friesen, die Fische und Seevögel darstellen, gehen durch von Lehmmauern umgebene Räume, deren Lehmziegelanordnung an Fischernetze erinnern, laufen durch Wohn- und Verwaltungsgebäude, Tempel, Lagerhäuser sowie ein tiefgelegenes Reservoir, wo vielleicht in bewässerten Gärten besondere Früchte und Gemüse für den Chimú Adel angebaut wurden.
Nach diesem Rundgang fahren wir in den pintoresken Badeort HUANCHACO wo wir in einem Restaurant mit Blick auf den Pazifik die Gelegenheit bekommen, die unübertrefflich leckeren Fisch- und Meeresfrüchtegerichte der trujillanischen Küche zu probieren. Hier paddeln die Fischer noch immer , auf ihren Einmann-Binsenbooten hockend, ins Meer hinaus, um den Überfluss des Pazifischen Ozeans an Land zu holen.
Am Nachmittag fahren wir nach Trujillo und haben genügend Zeit, das Stadtzentrum ausgiebig zu besichtigen. Wir gehen über den weitläufigen Hauptplatz und an vielen im spanischen Stil der Nordküste erbauten wunderschönen Lehmziegelbauten der Kolonialzeit vorbei ; diese haben als besonderes Merkmal grosse , mit dicken Eisenstäben vergitterte Fenster und Eingangstore aus Massivholz. Einige dieser Häuser können wir auch von innen besichtigen wie z.B. das "Haus der Unabhängigkeit", in dem sich jetzt eine Bank befindet, das aber der Öffentlichkeit zugänglich ist. In diesem kolonialen grossen Wohnhaus verkündeten rebellische Bürger schon 1820, eher als das übrige Peru, die Unabhängigkeit von Spanien. Die koloniale Atmosphäre und die Innenausstattung wurden sorgfältig wieder restauriert; es gibt auch eine Nachbildung des alten Trujillo aus einer Zeit, als eine befestigte Stadtmauer die Bürger vor Piratenüberfällen schützte.
Wir besichtigen vielleicht noch einige ndere Kolonialgebäude wie die "Casa del Mayorazgo", "Casa Orbegoso" und die Kirche La Merced.
Tag 2: Von Trujillo nach Chaparrí - Mochetempel "El Brujo" - Peruanische Passpferde und eine Fahrt durch die Wüste bis zum Naturschutzgebiet "Chaparrí".
Wir starten früh, fahren auf der Panamericana weiter nach Norden und kommen bald ins nächste Tal - Chicama. Hier machen wir einen kurzen Abstecher zur Küste, um den archaeologischenKomplex von "El Brujo" zu besichtigen. Über diese Ausgrabung wurde im National Geographic Magazine berichtet, nachdem man hier die Mumie einer tätowierten Priesterin gefunden hatte - sensationell, denn sie war mit voller Ausrüstung für Krieg und religiöse Zeremonien begraben worden. Ein aussergewöhnliches Aufgebot von Wandbildern aus sieben oder mehr Bauphasen beschreibt Szenen aus dem täglichen Leben der Moche ebenso wie blutrünstige Opferrituale.
Unsere Weiterfahrt nach Norden können wir bei einer Hazienda in Paiján unterbrechen. Hier bekommen wir in köstliches Mittagessen begleitet von einer farbenprächtigen Vorführung : die hohe Schule der Pferdezucht wird von peruanischen Passpferden und ihren Reitern, den "chalanes" gezeigt. Sie kombinieren ihre Kunst mit Tanz zu den Klängen der "Marinera" , die für die Nordküste typisch ist.
Die Kosten für diesen Programmpunkt sind nicht im Preis inbegriffen; die Teilnahme ist freigestellt, wird jedoch sehr empfohlen.
Nach dem Mittagessen fahren wir durch CHICLAYO, die grösste Stadt des Nordens, und biegen kurz danach ab, um ostwärts auf die Ausläufer der Andenkordillere zuzufahren. 60 km Asphaltstrasse und weitere 15 km auf Schotter und Lehm bringen uns zu den spektakulär aufgeworfenen Felsklippen von CHAPARRÍ und zu unserer Lodge im Herzen des Naturschutzgebietes. Wir kommen rechtzeitig an, um die besondere Spätnachmittagssstimmung dieses verwunschenen Stückchens Erde zu geniessen, das in einem früher überall an der Küste zu findenden, heute sehr seltenen und äusserst bedrohten Habitat liegt.
Die Lodge besteht aus einer Reihe von einfachen, komfortablen, der Umgebung angepassten Gebäuden aus Lehmziegeln und Holzbalken im Stil der Nordküste, wobei Chimú und Moche Motive sorgsam in die Ausgestaltung einbezogen wurden.
Das Chaparrí Naturschutzgebiet hat ein Netzwerk von Wegen zur Beobachtung der wildlebenden Tiere und eine Rettungsstation, in der die aus illegaler Gefangenschfte geretteten Brillenbären leben und, wenn es eben geht, auf eine Rückkehr in ein Leben in der Wildnis vorbereitet werden. Es gibt auch Vertreter anderer Tierarten, die aus der Gefangenschaft gerettet wurden: Andenkondore, Könisgeier, Ozelots und äusserst seltene
Militär-Aras. Das Prunkstück der Reserve ist der Weisschwingenguan, ein grosser Vogel, ähnlich wie ein wilder Truthahn, den man hier häufig antrifft, während er überall sonst als äusserst selten und vom Aussterben bedroht gilt.
Tag 3: Von Chaparrí nach Chiclayo - Unberührte Natur und Wüstenwald - Grab eines Herrschers der Wüste.
Wir verbringen den Morgen auf den Pfaden des 85 Hektar grossen Naturschutzgebietes und beobachten wildlebende Tiere in Begleitung eines erfahrenen, in der Reserve lebenden Führers. Wir sehen auf jeden Fall mehrere der hier unter Schutz lebenden Arten und hoffen einige der selteneren " Zugewanderten" der Reserve zu entdecken. Wir erfahren viel über die verschiedenen Vogel- und Tierarten, die nur hier auftreten, in diesem einzigartigen wüstenähnlichem Habitat, das während der längsten Zeit des Jahres extrem trocken ist und das dann in der kurzen Regenperiode üppig grün wird.
Nach dem Mittagessen fahren wir zurück in Richtung Küste und besuchen auf dem Weg die berühmte Ausgrabungsstätte von Sipan bei TUCUME. Hier machte im Jahre 1987 eine Lehmziegelpyramide weltweit Schlagzeilen mit einem der sensationellsten Funde der neueren Archaeologie. Bekannt als "Huaca Rajada" - zerklüftete Pyramide - wegen der tiefen, von der Witterung verursachten Einschnitte an ihren Seitenflächen hat diese ausgewaschene Lehmplattform die wundervollsten alten Schätze aus einer Reihe von tiefliegenden Grabstätten der Moche Kultur freigegeben. Wir sehen die Fundstätte selbst mit wunderschönen Repliken der Gräber von Herrschern und Priestern, die zusammen mit ihren Wächtern und sonstigen Begleitern bestattet wurden.
Ein höchst lehrreiches Lokalmuseum erzählt die Geschichte dieser ausserordentlichen Zivilisation, die sich vor 1500 Jahren die Nordküste ausbreitete und die manche der schönsten Goldarbeiten, Textilien und Keramiken des amerikanischen Kontinents hervorgebracht hat ; allerdings werden auch makabre Kampfrituale, Sühne- und Opferzeremonien sehr plastisch dargestellt, mit denen die Mochica in dem nie endenden Kampfzwischen den Kräften der Ordnung und des Chaos zu vermitteln suchten.
Zum Übernachten fahren wir nach CHICLAYO zurück.
We continue on to Chiclayo to overnight in this bustling tropical city.
Tag 4: Chiclayo Túcume Lambayeque mit dem Museum der Königsgräber Lima.
Wir beginnen den Tag mit der Fahrt nach Túcume wo wir die Atmosphäre einer freundlichen Nordküsten-Oase geniessen können, die aber auch der Ausgangspunkt für die Besichtigung von einigen der 26 pre-kolumbinischen Lehmziegelpyramiden der Umgebung ist. Hier sehen wir die chronologische Entwicklung nach dem Untergang der Moche an einer Stelle wo ihre Nachfahren, die Sican, weiterhin Millionen von Lehmziegeln aufhäuften, um ihre gewaltigen Pyramiden zu bauen, u.a. die mit 700 Metern längste ihrer Art. Allerdings erlitten die Nachfahren der Moche bald die Einflüsse der Hochlandindianer und vergassen ihre alten Sitten. Die Geschichte dieses malerischen Ortes, die ausgiebig von dem norwegischen Entdecker Thor Heyerdal studiert wurde, führt uns geradewegs zu den Inkas, die diese Gegend schliesslich eroberten, jedoch nur kurz bevor sie ihrerseits von den Spaniern unterworfen wurden. Wir können auf eine Aussichtsplattform steigen und haben einen herrlichen Blick auf die umliegenden Pyramiden und den Tropischen Trockenwald im Tal des Leche Flusses. Wir können auch noch das Lokalmuseum besichtigen, das klein und ohne viel Technik eine ausgezeichnete Sammlung ausgegrabenen Materials, Schaubilder mit Darstellungen aus dem täglichen Leben sowie Nachbildungen der Pyramiden anbietet.
Auf dem Rückweg nach Chiclayo halten wir in LAMBAYEQUE wo sich das Museum der Königsgräber von Sipán befindet. Dieses moderne Gebäude im Stil einer Mochica-Pyramide wurde gebaut, um die überwältigenden, unsagbar kostbaren Gegenstände zu beherbergen, die in Sipan ausgegraben wurden. (Ein einziges aus den Grabungen gestohlenes Objekt, das auf einer Auktion beschlagnahmt wurde, sollte für 1.6 Millionen Dollar verkauft werden! )
Wir stehen vor einem unglaublichen Aufgebot an Symbolen und Bildern, Stein- und Muschelhalsketten, Ohrstöpseln und Haarschmuck; all diese Dinge wurden wohl bei den Zeremonien der Mochica getragen und zur Schau gestellt. Wir erfahren alles, was man bisher über ihre Bedeutung weiss. Dieser sensationelle Museumsbesuch endet in einer Art Wachsfigurenkabinett, wo uns mit Musik und sich bewegenden Figuren ein Eindruck der Lebensweise dieser ungewöhnlichen Zivilisation vermittelt wird, die ihre Blütezeit erlebte, als Europa nach dem Fall des Römischen Reiches in finsteres Mittelalter versank.
Wir fahren weiter nach Chiclayo, wo im besten Restaurant am Ort ein Mittagessen mit den Spezialitäten der Regionalküche des Nordens auf uns wartet. Dann heisst es Abschied nehmen von den warmen Tälern des peruanischen Nordens , und am späten Nachmittag fliegen wir zurück nach Lima.
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